Internate in Hessen

Weit besser als ihr Ruf
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Die Internate in Hessen gehören zu den bekanntesten Internaten Deutschlands. Wer hätte das erwartet?

Mit Hessen assoziiert man gemeinhin die Region um Frankfurt am Main, also ein eher städtisches Umfeld. Dabei wird schnell übersehen, dass Hessen das waldreichste deutsche Bundesland ist. Und in den eher ländlich geprägten Gegenden haben sich schon zu Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten weltlichen Internate Deutschlands etabliert. Sie alle fühlten sich den pädagogischen Ideen und der Tradition der Reformpädagogik verpflichtet, die in den Schulen der Landerziehungsheime ihren Ausdruck fand.

Wenn einem der Name Landerziehungsheim heute auch etwas verstaubt vorkommt, war er zur Zeit seiner Entstehung Anfang de 20. Jahrhunderts ein durchaus fortschrittlicher Begriff; er bedeutete, raus aus den schmutzigen Industrie-Metropolen aufs Land. Und mit “Erziehung” war eine Erweiterung von “Bildung” gemeint. Schule sollte mehr sein als reine Wissensvermittlung.

Die hessischen Internatsschulen hatten von Anfang an den ganzen Menschen im Blick und nicht nur seine akademischen Fähigkeiten. So können sie bis heute die Erziehungsarbeit am besten unterstützen und die Schüler und Schülerinnen auf ihr Leben vorbereiten.

Bei diesem ganzheitlichen Erziehungsideal der Reformpädagogik ging es aber auch darum, der Gesellschaft etwas vom Gelernten zurückzugeben. Schüler und Schülerinnen sollten nicht nur die eigene Karriere im Blick haben, sondern auch bereit sein, soziale Verantwortung zu übernehmen. Hier waren die Internate in Hessen absolute pädagogische Vorreiter

Das hessische Schulsystem und die Internate in diesem Bundesland

Bei der Auswahl eines Internates in Hessen ist besonders wichtig, darauf zu achten, dass Sie sich nur Internate anschauen, die staatlich anerkannt sind. Es gibt auch Internate, die nur staatlich genehmigt sind. Den Unterschied sollten Sie kennen (siehe „Welche Schulformen bieten Internate an?“).

Denn nur, wenn eine Schule staatlich anerkannt ist, können Sie sicher sein, dass dort auch die relevanten staatlichen Abschlüsse – die Mittlere Reife oder das Abitur – in hausinternen Prüfungen abgelegte werden können und später der Weg auf die Universitäten offen bleibt. Einige Privatschulen können das nicht garantieren und gehen mit dieser Information oft sehr verhalten um.

Das Schulsystem in Hessen gilt gemein hin eher als leicht. Ganz im Gegensatz zu einem bayerischen Gymnasium. Doch die akademischen Anforderungen sind hier nicht unbedingt leichter als im Rest der Republik, aber sie sind anders gelagert, sie gehen von anderen Schwerpunkten aus. So spielen hier die Qualität der mündlichen Leistung und die aktive Mitarbeit im Unterricht eine größere Rolle.

Für viele Eltern ist genau das der Grund, sich für ein Internat in Hessen zu entscheiden. Auf jeden Fall sind auch hessische Schüler hervorragend auf Studium oder Beruf und vor allem auf ihr Leben vorbereitet. In mündlichen Anforderungen schließen sie in der Regel sogar etwas besser ab.

Taktisch kann es sehr klug sein, ein hessisches Internat zu besuchen. Mit der etwas besseren Bewertung kann man sich schnell das eine oder andere Wartesemester bei einem Numerus Clausus-Fach sparen. Und dann zeichnen sich Internate in Hessen generell noch durch eine Reihe von schulischen Erfolgs-Kriterien aus:

  • die Klassen sind deutlich kleiner
  • die Betreuung ist in aller Regel intensiver
  • der Lernalltag ist in festen Zeiten organisiert und bietet klare Strukturen beim Lernen
  • die Lehrer sind auffallend engagiert
  • ein spannendes außerschulisches Programm sorgt für Ausgleich, sowohl seelisch als auch körperlich
  • ein breites Sportangebot gibt jedem die Möglichkeit, sich auszutoben

Hier ein paar Beispiele führender hessischer Internat:

Die Hermann-Lietz-Schulen — eine Schule, aber drei Standorte

Die Internate in Hessen werden dominiert von einer Internatsschule mit drei Standorten; zwei davon liegen direkt in Hessen, ein weiteres findet sich an der Grenze zu Hessen in Thüringen (Internat Haubinda).  Sie sind Teil der Hermann-Lietz-Schulen.

Interessant ist die Aufteilung und Vielfalt des schulischen Angebots: Das Schloss Hohenwehrda  beherbergt die Schüler bis Klasse 10 und ist somit eine reine Mittelstufenschule. Dabei bietet es sowohl ein Gymnasium, eine Realschule als auch eine Fachoberschule an und entspricht so den Anforderungen einer Gesamtschule; nur eine Grundschule fehlt, die gibt es dann aber an der Schwesterschule Haubinda.

Neben der breiten pädagogischen Aufstellung, ist seine Lage im Herzen Deutschlands für Schüler aus den umliegenden Bundesländern, vor allem aus Bayern interessant. Zum ICE Bahnhof Fulda sind es gerade mal 20 Minuten, von dort geht es dann entweder Richtung Frankfurt/Stuttgart oder nach Würzburg/München.

Hohenwehrda gehört zur inzwischen ganz seltenen Spezies von Internaten, die nur interne Schüler beherbergen. Das ist ein riesiger Vorteil, hat man doch nicht zwei Schülergruppen mit völlig unterschiedlichen Lebensverhältnissen und sozialen Erfahrungen. Hier kann Internatsgemeinschaft noch nach seiner ursprünglichen Idee gelebt werden. Es gibt niemanden, der am Nachmittag das Internat verlassen (muss), es gibt nur die, die bleiben dürfen.

Die Hermann-Lietz-Schulen hören aber mit der Mittelstufe in Hohenwehrda nicht auf. Keine halbe Stunde von Hohenwehrda entfernt befindet sich das hessische Oberstufen-Internat Schloss Bieberstein. In dieser Schule sind die “Großen” unter sich, also ein reines Gymnasium. Konzentriertes Lernen und Vorbereitung auf das hessische Abitur sind ungestört möglich. Altersgemäß können dann schon Freiheiten gegeben (und ausgelebt) werden, ohne, dass die “Kleinen” das mitbekämen.

Die beiden Lietz-Schulen in Hessen, wie Kenner sie kurz nennen, decken mit ihrem Angebot fast das gesamte deutsche schulische Spektrum ab; von der Realschule über die Fachoberschule bis zum Gymnasium; nur eine Grundschule fehlt. Die bietet die Lietz-Schulen zwar auch, aber die liegt dann in Thüringen und – Sie kennen es schon – heißt Internat Haubinda.

Internat Steinmühle — Eldorado für Ruderer und Reiter

Lassen Sie uns noch eine interessante Internatsschule in Hessen erwähnen: das Internat Steinmühle in der Nähe von Marburg. Mit seiner idyllischen Lage direkt an der Lahn ist diese Schule natürlich für Wassersportarten wie Rudern geradezu prädestiniert. Diese Schule hat aber nicht nur auf dem Wasser etwas zu bieten, sondern  auch auf dem Rücken der Pferde. Der an die Schule angrenzende Reitstall ist sicher einer der professionellsten mit einer solchen direkten Internatsanbindung. Mit dieser Ausstattung kann man die Steinmühle getrost als Reitinternat bezeichnen.

Aber es geht ja um Schule und nicht nur um Sport und Freizeit. Und auch im schulischen Bereich kann die Steinmühle punkten. Sie beherbergt ein angesehenes Gymnasium, das von vielen externen Schülern aus Marburg besucht wird. Dadurch kann ein breites Spektrum an Kursen, vor allem in der gymnasialen Oberstufe, angeboten werden. Die Schüler der Realschule besuchen dann die öffentliche Schule.

Internatsschule Schloss Hansenberg — Hessens Eliteschmiede für Hochbegabte

Etwas ganz besonderes ist das Schloss Hansenberg: im Gegensatz zu den meisten anderen Internaten in Hessen, die auf privaten Stiftungen beruhen, ist der Hansenberg eine staatliche Schule, die sich ganz auf die Förderung von Hochbegabung spezialisiert hat.

Gegründet auf Initiative des ehemaligen hessischen Landesvaters Roland Koch gehört der Hansenberg zu einer Gruppe von Internaten, die einige Bundesländer ins Leben gerufen haben, um hochbegabten Schülern einen ihnen angemessenen Lernort zu ermöglichen. Das Lerntempo ist schneller, das Fächerangebot breiter. Man kann sich zwar direkt bewerben, wahrscheinlicher ist eine Aufnahme aber, wenn man von seinem heimatlichen Gymnasium vorgeschlagen wird. Ob die Schulleiter das wirklich gerne tun, bleibt einmal dahingestellt, denn wer verliert schon gerne seine Leistungsträger?

Genaue Zahlen sind nicht veröffentlicht, aber gut unterrichtete Kreise sprechen von einer Aufnahmequote von ca. 10 -15 % der Bewerber.

Da die Finanzierung ein Joint Venture zwischen dem Land Hessen und einigen hessischen Unternehmen ist, konnten die Gebühren extrem niedrig gehalten werden. Mit Kosten von ca. 350 Euro im Monat ist es auf dem Hansenberg fast günstiger, als wenn man zu Hause lebt. Man bekommt dafür aber eines der wohl am modernsten ausgestatteten Gymnasien, die Hessen zu bieten hat.

Das Modell der staatlichen Hochbegabtenförderung ist aber nicht auf Hessen beschränkt; so gibt es staatliche Internate für Hochbegabte auch in anderen Bundesländern, zum Beispiel:

in Baden-Württemberg, mit dem Landesgymnasium in Schwäbisch Gmünd

in Sachsen-Anhalt, mit der Landesschule Pforta, wo schon Friedrich Nietzsche zur Schule ging,

oder in Sachsen das Sächsische Landesgymnasium für Hochbegabte Sankt Afra.

Wie kann Sie Töchter und Söhne bei der Suche nach einem Internat in Hessen unterstützen?

  • Töchter und Söhne ist ein erfahrener Kenner und Beobachter der hessischen Internate, und seit mehr als zwanzig Jahren begleiten wir deren Entwicklung .
  • Das können wir, weil wir die Internate in Hessen regelmäßig besuchen und beurteilen.
  • Der fortgesetzte Kontakt zu Schülern, die sich schon für ein Internat in Hessen entschieden haben, ist für uns die wichtigste Informationsquelle, um Internate aktuell und zeitnah beurteilen zu können.

Gerne lassen wir Eltern und Schüler an unseren gesammelten Erfahrungen partizipieren. Rufen Sie uns einfach an: 0611–180 58 82. Oder schicken Sie uns eine E-Mail.

Und so kann dann die Unterstützung von Töchter und Söhne bei Ihrer Suche nach einem Internat in Hessen konkret aussehen:

  • Wir sagen Ihnen, welche Internate in Hessen überhaupt ein interessantes Angebot anbieten
  • Wir stellen Ihnen die Stärken (und natürlich auch die Schwächen) der einzelnen Internate vor
  • Schließlich finden wir gemeinsam das Internat, das am besten zu Ihrem Kind passt
  • Wir helfen Ihnen bei der konkreten Bewerbung, stellen Ihnen die kompetenten Ansprechpartner vor und unterstützen Sie bei der Besuchsplanung
  • Nach Ihrem Besuch an der Schule helfen wir Ihnen, Ihre Eindrücke richtig einzuordnen
  • Wir nehmen uns für die Beratung Zeit, wir telefonieren miteinander oder – noch lieber – treffen Sie zu einem persönlichen Gespräch, zum Beispiel bei einem unserer Beratertage, die wir deutschlandweit anbieten oder im Rahmen eines Videocalls.

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